Detailansicht
Autorinformation – Leseprobe – Pressestimmen
|
Kronauer, Brigitte: Die Kleider der Frauen. GeschichtenISBN: 978-3-15-018542-1 |
SWR Bestenliste März 2008
Brigitte Kronauer, * 29. 12. 1940 Essen.
K. studierte Pädagogik in Köln und Aachen und war bis 1971 Lehrerin, zunächst in Aachen und dann in Göttingen. Seit 1974 lebt sie in Hamburg als freie Schriftstellerin. 2005 erhielt sie den Georg-Büchner-Preis. Ausgehend vom Nouveau roman, zeigt K. bereits in ihrem ersten Roman (Frau Mühlenbeck im Gehäus) anschaulich die Absichten ihres Erzählens. Es thematisiert durch die Gegenüberstellung zweier Perspektiven das Problem der Beschreibung von Wirklichkeit, bricht die üblichen Denk- und Sprachmuster und traditionellen Wahrnehmungsstrukturen auf und führt so gleichsam das Machen von Realität vor. Dieser Prozess der erzählerischen Kritik setzt sich in den weiteren Romanen K.s fort, die virtuos ein Mosaik von Bildern, von erinnerten, gedachten Realitätsbruchstücken, von Gedanken und Empfindungen entwerfen: kein ›realistisches‹ Bild der Welt, sondern eine – allerdings ungemein lebendige – Welt im Kopf. Bereits mit dem zweiten Roman, Rita Münster, deutet sich an, wie Momente der Erleuchtung die Protagonisten über ihre Wirklichkeitsbilder hinausführen. Zentral wird dieses Thema in dem Roman Berittener Bogenschütze, in dem der Held, Anglist und Interpret Joseph Conrads, Matthias Roth, blitzartig einen Zustand höchster Gefühlsintensität erlebt.
Der hohe Ton, in dem K. von den Ekstasen des Ästhetischen zuletzt noch in dem Roman Die Frau in den Kissen schrieb, machte in den folgenden Werken wie dem Roman Das Taschentuch und den Erzählbänden Schnurrer und Hin- und herbrausende Züge einer zunehmend ironischen oder leise satirischen Erzählhaltung Platz. Das gilt auch für den Roman Teufelsbrück, der zugleich aber tief in die Welt der deutschen Spätromantik eintaucht und mit seinen Lied- und Märchenzitaten, seinen Motivanklängen und seiner sprachlichen Mimikry eine den vorherrschenden ›realistischen‹ Schreibweisen konträre (und zerstörerische) Kunst- und Märchenwelt erstehen lässt – und dabei durch ironische und komische Brechungen jedes Pathos unterläuft. In einer Art Versuchsanordnung versammelt K. im Roman Verlangen nach Musik und Gebirge eine bunte, maskenhafte Urlaubsgesellschaft einschließlich eines Ensor-Doppelgängers im belgischen Seebad Oostende. Themen sind – von Opernklängen untermalt und mit einem in voller Länge abgedruckten Libretto der Erzählerin angereichert – vor allem die Liebe und die Sehnsucht nach dem Überwältigenden, allerdings immer wieder gebrochen durch Kommentare zu Geschichte und Gegenwart.
In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
Frau John kommt!
Dunkel erinnere ich mich an eine gewisse Frau John, dunkel, wie sie es selbst ja auch war. Eigentlich keine gewisse, sondern eine sehr ungewisse Frau. Das lief aber auf dasselbe hinaus. "Frau John kommt, Frau John kommt", hieß es, wenn sie ihren Besuch durch einen kleinen Boten ankündigen ließ.
Sofort wurde im Wohnzimmer abgestaubt.
Ungewiß deshalb, weil man als Kind nichts Genaues über sie wissen konnte. Nein, über Frau John nicht! Und so war immer die Reihenfolge. Zuerst der Ruf: "Frau John kommt!", dann das Abstauben, das Eintreffen der Tanten und Nachbarinnen, Frau Johns Absätze im Flur, zum Schluß das falsche "Endlich!" der zurückbleibenden Frauen und erst dann der Spruch von Frau Petz.
Frau John schien Pianistin zu sein, vielleicht auch nur Schauspielerin, irgendeine Künstlerin oder die Direktrice einer vornehmen Bar. Immer trug sie, die äußerst schlanke Person, was besonders an ihren wendigen Hüften auffiel und wohl den Neid der Tanten erregte, ein schwarzes Kostüm, ein Hütchen aus Filz und Federn und eine Perlenkette im tiefen Ausschnitt. Damals wußte ich noch nicht, daß es ein Zeichen für etwas sein sollte. Es waren ein, zwei oder sogar drei Perlenschnüre, und sie wurden treulich von den Anwesenden, meiner Mutter, den Tanten und Freundinnen, lauthals bewundert. Das aber merkte ich natürlich schon: Wie sie das Bewundern spielten, und ihnen das Übertreiben Spaß machte und die Frau John dieses Spiel von ihnen strikt verlangte, sonst wäre sie dann leider nicht mehr gekommen.
Sie ging immer zu früh von uns weg und nahm die gute Laune mit. Die Zurückgebliebenen sagten trotzdem: "Endlich!", aber nur, um sich über ihren Verlust und den entschwundenen teuren Duft" zu beruhigen. Ich selbst machte es nicht anders. "Endlich!" sagte ich, worauf die Tanten sehr lachten, hoch über ihren großen Brüsten, und ihre Verdrossenheit vergaßen. Ich horchte dem straffen Ton von Frau Johns Absatzgeklapper auf den Flurkacheln nach, einem ganz leisen Schmatzen. Die Absatzplättchen wurden vom Boden kurz angesogen, um sich dann umso stolzer abzustoßen und dabei zu entfernen. Tsitt tsitt, tsött tsött, plöck plock, plock plöck.
So ging es viele Male, bis es ganz verklungen war.
Gelegentlich hob sie mit ihren langen Fingern mein Kinn an und sagte: "Spatz?" Sie betrachtete mich schnell und gründlich, sie prüfte, ob ich das Zeug besaß, einmal so zu werden wie sie. Dabei atmete ich ihr Parfüm, aber auch ihren Zigarettengeruch ein. Sie wurde für den Moment ein Wesen zwischen Mann und Frau. Der Rauch befremdete mich ein bißchen, und so konnte ich mich nicht vollständig der Freude an unserer Annäherung überlassen. Dabei hatte ich noch kurz vorher dem eleganten Zuklappen ihres Zigarettenetuis gelauscht. Es klang, als würde sie es einem Unbefugten oder gar Zudringlichen vor der Nase zuschlagen, ein hohles Schnalzen, wenn die Zunge sich effektvoll vom Gaumen löst. Es war bereits die Androhung eines Peitschenknalls, eines Pistolenschusses. Ich verstand gar nicht, warum zwei so verschiedene Sachen, die Rauchausdünstungen und dieser edle Ton, etwas miteinander zu tun haben konnten.
Im Sommer trug sie kurzärmlige, gepunktete Blusen. Sie hielt dann die Kostümjacke am gestreckten Arm, im nach innen gekippten Handgelenk. Das hätte ihr niemand nachmachen können, so lässig, wie sie dann an der Tür stand mit verbindlich schräg gelegtem Kopf. Bin ich willkommen? schien sie zu fragen, dabei wußte sie genau, daß alle sie gierig erwarteten. Satin und Seide ergossen sich über ihren Oberkörper, bis der strenge Rock den ausschweifenden Stoff einkassierte. Zwischen Mai und September sah man am nackten Unterarm eine schmale Narbe, die von der Handwurzel fast bis hoch zur Armbeuge führte, ein glänzendes, wenn auch nicht regelmäßiges Zickzackband, eine Schmucknaht, die sie keinesfalls zu verstecken suchte. Ich dachte oft über diese Narbe nach, immer, wenn sie dieses unübersehbare Zeichen entblößte, fragte aber weder sie, noch eine der Frauen danach. Frau John tat so, als bemerkte sie die Blicke nicht. Selbst Alex, mein Bruder, der sich damals mehr für Pferde interessierte als für Frauenarme, erinnerte sich noch Jahrzehnte später an die Vernarbung.
Frau Petz von oben behauptete einmal, aber nur ein einziges Mal, Frau John hätte eine Tochter von einem Leberkranken. Sie hatte in Wirklichkeit wohl Lebemann gesagt. Dieses Kind stecke meist in einem Waisenhaus. Doch, manchmal wirkte Frau John ein bißchen amüsiert, schwieg allerdings dazu. Sicher wußte sie, daß es klug von ihr war, aus der Narbe ein Geheimnis zu machen. Ihr Mittelfinger strich sehr langsam an der Linie hoch, die wie die Spur eines Blitzes war. Ein sogenannter 'Geburtsfehler', damals sehr in Mode, konnte es ja wohl nicht sein?
Aus einer ihrer stets kleinen Taschen holte Frau John, wenn sie mit den Frauen am Usch saß und Sherry oder Portwein serviert wurde, nach einer Weile ein Päckchen mit Briefen und Postkarten, deren Ansichten aber niemanden interessierten. Auch den Briefmarken aus allen Teilen der Welt wurde kaum Beachtung geschenkt. Gelegentlich offerierte sie die Post einzeln, jedes Stück als Überraschung. Sie legte die Briefe in ihren Umschlägen so – manchem warf sie einen angedeuteten Luftkuß hinterher, bei anderen tippte sie sich mit dunkelrot lackiertem, aber kurzgeschnittenem Nagel gegen die Stirn –, daß man die Absender lesen konnte. Auf die allein kam es hier an! Sie ordnete sie auf der Tischplatte in einer Weise, wie man es vielleicht bei einer Patience oder einer ähnlichen Wahrsagerei aus den Spielkarten macht. Im Grunde aber sah es aus, als würde sie ein Heer in Schlachtordnung, vielleicht auch nur zum Appell aufmarschieren lassen, eine Division, ein Bataillon, ich kannte mich im Militärischen nicht aus. Indem sie hier und da, rasend schnell sprechend, weshalb mir auch der Inhalt entging, auf die Postsachen klopfte, sprach sie eine Ernennung oder Degradierung aus. Ruckzuck fanden Belobigungen und Exekutionen statt.
Die Frauen lachten und staunten. Wir alle waren stolz auf die Unmengen Post, die Frau John von Männern bekam, mit denen sie in den allermeisten Fällen, vielleicht sogar ausnahmslos, in geschäftlichen Beziehungen stand. Nie ist mir eine anzügliche Nuance aufgefallen. Ich hätte es zumindest am Gesicht meiner Mutter oder der Tanten bemerkt, und auch, wenn sie zum Verklingen ihrer feurig trommelnden Absätze sagten: "Endlich!", und ich mit ihnen seufzte, fiel nie eine Anspielung dieser Art.
Das Wort "Harem" kam öfter vor, aber es entschlüpfte dem Mund von Frau John, und allen war klar, daß es hier anders als sonst gemeint war. Manchmal fragte eine der Tanten nach einem Mann, der bei der etwa zwei- bis dreimonatlichen Präsentation fehlte. Frau John verzog dann kurzfristig erbittert das Gesicht, zornig oder auch entschuldigend. Jedenfalls verzeichnete sie eifersüchtig jede Abwesenheit eines Truppenmitglieds, jedes Ausscheiden und vor allem die Neuzugänge der Absender, bei denen sie noch nicht wußte, ob sie in die Mannschaft der Getreuen aufgenommen würden. Über allzu Zuverlässige wurde gespottet, über Säumige beim dritten Mal das Urteil gesprochen, auch wenn, selten, ein Stachel blieb. "Will mich bestrafen!" lachte Frau John in solchen Fällen böse. Manche Namen verblaßten wohl auch und wurden von uns schließlich vergessen.
Am Ende schob sie all die ihr gewidmeten Sendungen zusammen, deren Verfasser einige Minuten oder viel länger 'Frau John' gedacht und sie sich vorgestellt hatten, 'Liebe Frau John', 'Verehrte Frau John', liebstes alle mußten gemeinsam als Päckchen in den Duft ihrer Tasche zurück. Briefe von Frauen erhielt sie offenbar nie oder sie zählten hier nicht.
Genau so war es eines Tages wieder zugegangen. Auch: "Frau John kommt! Frau John kommt!" hatte es geheißen wie immer. Mir fiel nur auf, als wir "Endlich!" sagten, daß ich im Hausflur gar nicht das Entfernen ihrer hochmütigen Absätze dazu hörte, und die Frauen hatten es leiser gesagt als sonst, zerstreut beinahe. Sie räumten auch nicht gleich die Gläser weg, sie setzten sich alle noch einmal hin mit Gesichtern, die große Vorsicht ausdrückten und tranken noch ein Gläschen, wie einige Monate vorher, als Herr Peters sich auf der Treppe das Genick gebrochen hatte, auf den Vereisungen durch den Wasserrohrbruch vom Etagenklo. Sie lächelten zwar, aber nur zum Schein.
Meine Mutter sagte schließlich kopfschüttelnd mit trauriger Stimme: "Solche Schubkarren!" und zeichnete dazu beidhändig die ungefähre Form eines Briketts in die Luft. Die Tanten nickten. Da wurde auch mir bewußt, daß Frau John auf eine neue Weise gegangen war. Ein bißchen anders, jedoch nicht sehr viel anders als bisher. Weniger elastisch, langsamer, was vielleicht gar nicht zu dem engen Kostüm passen wollte? Auf ihre Schuhe hatte ich nicht geachtet, sie trug doch sowieso immer hochhackige schwarze Pumps, mal aus rauhem, mal aus glattem Leder. Heute aber zum ersten Mal "Schubkarren".
Frau John kam noch öfter. Sie wurde nicht mehr ganz so zornig, wenn es bei den Postsachen Versäumnisse gab. Die Tanten fragten auch nicht länger nach den fehlenden Männern. In hoher Geschwindigkeit fächerte sie ihre Postgefolgschaft vor uns auf, aber nie mehr in den Stöckelschuhen von früher, und nur dieses eine Mal saßen die Frauen nach ihrem Weggehen noch lange um den Tisch, starrten dessen leere Mitte an, und selbst Frau Petz von oben, die immer nach ihren vielen kleinen Kindern roch, sich aber doch nie die Frau John entgehen lassen wollte, sagte nicht, wie sonst zum Schluß: "Die einen schuften, die anderen duften!" Die Frauen saßen da vom Schlag getroffen, steif und stumm und rührten sich nicht, als hätte man ihnen etwas nicht Wiedergutzumachendes zugefügt oder etwas Schönes weggenommen für alle Zeit.
© 2008 Philipp Reclam jun. Verlag Gmbh & Co., Stuttgart
Hier gibt es, mit einem Wort, eine Galerie von Kabinettstücken zu bewundern.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Man möchte jeden denkbaren Betrachter darauf aufmerksam machen, wie fein dies alles gemacht ist, und so würde man denn auch liebend gern vieles aus dem Buch zitieren, dessen Texte gewissermaßen mit solch altmeisterlicher Detailgenauigkeit und Virtuosenironie geschrieben sind, wie die niederländischen Feinmaler des 17. Jahrhunderts ihre Bilder gemalt haben.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Anziehend, nicht anzüglich: Brigitte Kronauers Erzählungen "Die Kleider der Frauen" voller stilsicherer, geradezu liebenswürdiger Bosheiten spüren in ihrem Kern dem erotischen Zittern nach.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Brigitte Kronauer hat ein liebes- und lebenskluges kleines Buch geschrieben. Man legt es, altmodisch gesprochen, mit Entzücken aus der Hand, weil es so entzückend boshaft und zugleich so liebenswürdig elegant ist.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ein tolles Buch!
Denis Scheck in Druckfrisch
Brigitte Kronauer ist eine so sensationell gute Autorin, die könnte buchstäblich die Vögel aus den Bäumen schreiben.
Denis Scheck in Druckfrisch
Höchst lesenswert. Funkelnde Miniaturen sind es, mit leichter Hand geschrieben und doch von enormer Eindringlichkeit. Die Autorin wählt verschiedene quasi autobiographische Perspektiven; so lässt sie Frauen ihrer Kindheit - Verwandte, Nachbarinnen - am Küchentisch erzählen und beobachtet sie dabei: mit Lust am Detail, nicht ohne Bosheit, mit hellem Verstand und sinnlicher Lust an allem Konkreten.
NZZ am Sonntag
Brigitte Kronauer macht sich klein und groß zugleich: klein, indem sie sich duckt und die Unscheinbarkeit der kleinen gelben Reclam-Bücher sucht, groß, weil sie mit ihrem Werk offenbar sein will wie das Wasser, das alles durchdringt. Es steckt Stolz und Bescheidenheit in dieser publizistischen Entscheidung - und beides, die Bescheidenheit und den Stolz, findet der Leser auch in Brigitte Kronauers Sätzen wieder - und einen leisen Spott, der nichts und niemanden ausnimmt.
Thomas Steinfeld in Süddeutsche Zeitung
Eine Sammlung von Erzählungen scheint Brigitte Kronauer in ihrem jüngsten Buch mit dem Titel ‚Die Kleider der Frauen’ vorgelegt zu haben, aber das Bändchen enthält viel mehr: In diesen sechsundzwanzig Geschichten verbirgt sich eine weibliche Biographie, vielleicht auch Autobiographie, dargeboten im Spiegel von Kleidern, Kleidungsstücken und Accessoires, kleinen Hunden und schwarz-weißen Katzen.
Thomas Steinfeld in Süddeutsche Zeitung
Den kleinen Erzählungen, die zusammen einen großen, überraschenden Roman darstellen, hat Brigitte Kronauer ein kurzes Nachwort beigestellt. Sie respektiert, schreibt sie, das Bedürfnis des Lesers, den Autor als Gewährsmann für die Wahrhaftigkeit seiner Dichtung zu behandeln. Aber sie kennt noch zwei bessere Gründe für diese Literatur: „Man möchte feststellen, ob der Erzähler bloß vom Leben abgeschrieben hat, also das Gefälle ermessen können, das zwischen tatsächlicher Sachlage und literarischem Ergebnis besteht, zur Abschätzung der Kunstanstrengung. Endlich, vielleicht als bestes Motiv, der Wunsch, Literatur möge aus dem Leben und nicht allein der Kunst entspringen.“ Ja, und dann nimmt man sie mit aus der Kunst ins Leben, und sie erhellt den Tag.
Thomas Steinfeld in Süddeutsche Zeitung
Kein harmloses Buch, ein raffiniertes.
Frankfurter Rundschau
Nicht ins kleine Schwarze, sondern ins kleine gelbe Gewand hat Brigitte Kronauer ihre Erzählungen über "Die Kleider der Frauen" gehüllt: Der Band, der 26 Geschichten zu einem biographischen Reigen zusammenführt und das "erotische Zittern" ebenso zum Leitthema erhebt wie die Semantik der Röcke, Blusen und Schuhe, ist nicht ohne Grund in Reclams-Universalbibliothek erschienen: Brigitte Kronauer schreibt intelligente Prosa für unsere Gegenwart.
Hubert Spiegel im Börsenblatt
Präzise Miniaturen über ein spannungsreiches Verhältnis: Wie viel Ich steckt in meinen Kleidern?
SWR-Bestenliste
In dem kleinen gelben Heft stecken große, schillernde Erzählungen. Unbedingt in den Koffer stecken!
Hannoversche Allgemeine
Auf jeden Fall sind Brigitte Kronauers Miniaturen das unwiderstehlichste Plädoyer für die praktischen gelben Reclam-Heftchen seit langem.
Die Rheinpfalz
"Die Kleider der Frauen" ist ein surrealistisches Meisterstück von höchstem Realismus. Aus der normalen Welt wird eine Kronauer-Welt, eine Zauberwelt, ganz aus Sprache, Sinnlichkeit und Erkenntnis.
Stuttgarter Zeitung
Sätze voller Poesie und Distanz, spröde bis zum Klingeln und gefühlvoll bis zum Weinen, wagt nur Brigitte Kronauer. Und nur ihr gelingen sie. Sie ist ohne Zweifel die größte lebende deutsche Autorin.
Stuttgarter Zeitung
Für die Liebhaberinnen von Brigitte Kronauers kunstreicher Prosa, denen gerade die Zeit fehlt für einen ausgedehnten Roman, gibt es jetzt wieder eine Sammlung von Geschichten für die Handtasche. Es sind Geschichten von Maskerade, vorgespielter Grösse und geheimen Wünschen, wie Brigitte Kronauer sie liebenswürdig entlarvend und staunenswert geschmeidig zu erzählen versteht.
Tagblatt, St. Gallen
Brigitte Kronauer erzählt in der für sie typischen Sprache, die der blanken Haut schmeichelt; ihre Sätze passen wie angegossen - und tragen niemals auf.
Leipziger Volkszeitung
Büchner-Preisträgerin Kronauer mit 26 schmalen Geschichten, die tief blicken lassen in die Seele der Heldinnen. Das Ganze erstmalig und exklusiv als Reclambändchen!
buchjournal
Kronauer stellt ihre Meisterschaft in 26 sehr kurzen Kurzgeschichten unter Beweis - ihr gelingen nicht nur Romane, sondern auch diese wie getupften und doch ganz präzise ausformulierten und konzisen Kleider-Bilder.
Westdeutsche Zeitung
Ihrer künstlerischen Konsequenz und Kompromißlosigkeit verdankt sich ein Werk, das in den großen philosophischen Romanen der letzten zwanzig Jahre gipfelt. Zwischen ihre umfangreichen Romanwerke und die Essays hat die Autorin immer wieder kleine Poesien geschoben. Daß sie eine Großmeisterin auch der kleinen Form ist, bestätigen die Geschichten, die jetzt unter dem Titel Die Kleider der Frauen erschienen sind. ... Die dürftige Gestalt der Texte kann über die Tiefräumigkeit und Beziehungsdichte der Erzählanlage, ihre Sinnfülle und ihren philosophischen Zug nicht hinwegtäuschen. Eine Kunst höchst raffinierter Einfachheit.
Mosaik in WDR
Manchmal hält es die deutsche Prosa nicht länger in ihrem prosaischen Fesseln. Sternezersplitternd reißt sie sich dann empor, und funkelnd wie ein Feuerwerk erstrahlt für einen Augenblick ihre glamouröse Pracht in der ewigen Nacht unseres Alltagsgefasels. Man reibt sich die Augen - wie herrlich. Es gibt eine Viruosität, die bedarf keiner Pointen.
Weser Kurier
Es ist nicht zuletzt Brigitte Kronauers unnachahmlich geschliffener Stil, der "Die Kleider der Frauen" zu einem sinnlichen und intellektuellen Vergnügen macht. Ihre Figuren sind geschnitzt wie Skulpturen, wenige wohlgesetzte Worte erschaffen unauslöschliche Bilder.
junge Welt
*)
Die Bezahlung bei Buchbestellungen erfolgt per Rechnung.
Versandkosten:
Die Portokosten an alle Postanschriften in der Bundesrepublik Deutschland belaufen sich auf 2,50 €. Ab einem Bestellwert über 25,00 € erfolgt die Lieferung an Postanschriften in der Bundesrepublik Deutschland versandkostenfrei.
Bei Lieferung in alle anderen EU-Länder berechnet die A. Stein’sche Buchhandlung die anfallenden Versandkosten: Bis 2 kg = € 6,50; darüber gemäß den Staffelpreisen der Deutschen Post/DHL. In alle anderen Länder außerhalb der EU betragen die Versandkosten: Bis 2 kg = € 12,50; darüber hinaus gemäß den Staffelpreisen der Deutschen Post/DHL. Bei Lieferung in die Schweiz sowie das übrige Ausland übernimmt der Käufer eventuell anfallende Steuern und Zölle.
Bei unterschiedlicher Lieferungs- und Rechnungsadresse berechnet die A. Stein’sche Buchhandlung € 2,50 Bearbeitungsgebühr.
Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
nach oben